Diskriminierungsmeldungen

Die Aids-Hilfe Schweiz ist die eidgenössische Meldestelle für Diskriminierungen und Persönlichkeitsverletzungen im Berreich HIV/Aids. Sie sammelt die ihr gemeldeten Fälle und leitet sie zweimal jährlich an die Eidgenössische Kommission für Sexuelle Gesundheit (EKSG) weiter.

Die Aids-Hilfe Schweiz interveniert auch – sofern dies von der betroffenen Person gewünscht wird – in Diskriminierungsfällen. Sie informiert über die Rechtslage und die Datenschutzbestimmungen und unterstützt HIV-positive Personen dabei, ihr Recht einzufordern.

Diskriminierungsfälle in der Schweiz 2019

Insgesamt wurden 105 Diskriminierungen und Datenschutzverletzungen gemeldet.

Im Jahr 2019 gemeldete Fälle von Diskriminierung bezüglich HIV/Aids.

Die Diskriminierungen betrafen 2019 insbesondere die Bereiche Sozialversicherungen (25), Privatversicherungen (16) und Gesundheitswesen (14). Insgesamt wurden 24 Datenschutzverletzungen im medizinischen, beruflichen, privaten und sonstigen Umfeld erfasst.



Hinter Diskriminierungen stecken häufig irrationale Ängste vor der Übertragung des HI-Virus und Vorurteile gegenüber Menschen mit HIV. Um Diskriminierungen wirksam zu bekämpfen, reicht der Rechtsschutz in der Schweiz nicht aus. Die Einführung eines Antidiskriminierungsgesetzes nach Vorbild der EU-Länder würde Abhilfe schaffen, liegt jedoch in weiter Ferne. Umso wichtiger ist deshalb die Aids-Hilfe Schweiz mit ihren Aufklärungskampagnen, ihrer Rechtsberatung für Menschen mit HIV und ihrer Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kommission für sexuelle Gesundheit (EKSG).

Diskriminierungsmeldungen 2019