Beziehung und Sexualität

Die Diagnose «HIV-positiv» bedeutet nicht, dass Sie auf Beziehungen und Sex verzichten müssen. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin vor einer HIV-Übertragung schützen können.

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Safer-Sex-Regeln

Die Safer-Sex-Regeln verhindern sicher eine HIV-Übertragung und schützen gut gegen andere Geschlechtskrankheiten:

  • Vaginalsex und Analsex mit Kondom
  • Individualisierte Empfehlungen zu Ihrer Sexualität gibt Ihnen der Safer-Sex-Check unter: safersexcheck.lovelife.ch

Therapie schützt vor HIV

HIV-positive Menschen sind grundsätzlich nicht mehr ansteckend, wenn sie ihre HIV-Therapie nach Plan befolgen und ihre Virenlast nicht mehr nachweisbar ist. Sie können also ungeschützten Sex haben, ohne zu befürchten, dass sie ihren Partner oder ihre Partnerin anstecken.

Der Schutz vor einer möglichen HIV-Übertragung mit einer HIV-positiven Person liegt in der gemeinsamen Verantwortung beider Partner oder Partnerinnen. Sie entscheiden gemeinsam, ob sie sich mit Kondomen oder mit der wirksamen Therapie vor HIV schützen wollen. Dessen ungeachtet gilt in der Schweiz bisher aber immer noch, dass HIV-positive Personen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, strafrechtlich verfolgt werden können. Mehr dazu unter: Strafbarkeit.

Andere Geschlechtskrankheiten

Vor der Ansteckung mit anderen Geschlechtskrankheiten schützen die HIV-Medikamente nicht. HIV-positive Personen tragen besondere Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Geschlechtskrankheiten:

  • Geschlechtskrankheiten verlaufen bei HIV-positiven Personen häufig schwerwiegender und sind auch schwieriger zu behandeln
  • Geschlechtskrankheiten können einerseits das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, erhöhen und andererseits das Risiko, HIV auf andere zu übertragen, steigern.

Mehr Infos zum Schutz vor anderen Geschlechtskrankheiten finden Sie hier hier: STI-Rubrik

Drogen, Sex und HIV

Drogen können die sexuelle Lust steigern, Hemmschwellen abbauen und die Intensität des Augenblicks verstärken. Der Konsum von Drogen kann aber auch zu Kontrollverlust führen. Unter Drogeneinfluss wird es dann schwieriger, sich oder andere vor der HIV-Übertragung zu schützen.

Für HIV-positive Menschen führt der Konsum von Drogen zu einem zusätzlichen Gesundheitsrisiko. Wegen Wechselwirkungen zwischen den HIV-Medikamenten und den Drogen kann die gemeinsame Einnahme der Substanzen negative bis gefährliche Auswirkungen haben. Es ist deshalb wichtig, dass die behandelnde Ärztin oder der Arzt über den Konsum von Drogen Bescheid weiss, um so unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen zu vermeiden.