Zahlen zu HIV/Aids

Zahlen zu HIV/Aids in der Schweiz und weltweit

Schweiz

Im Jahr 2018 war ein weiterer Rückgang der Zahl von HIV-Diagnosen zu verzeichnen. Die vermehrte Testung besonders exponierter Personengruppen, eine immer früher einsetzende Behandlung und die Präexpositionsprophylaxe (PrEP) scheinen diese Trendwende ausgelöst zu haben.

  • In der Schweiz leben rund 17'000 Menschen mit HIV.
  • 2018 wurden in der Schweiz 425 neue HIV-Diagnosen gestellt – 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist ein historisches Tief erreicht. Der seit 2008 beobachtete abnehmende Trend setzt sich weiter fort.
  • Die Mehrheit der gemeldeten HIV-Fälle betrifft Männer: Ihr Anteil liegt praktisch unverändert bei 79 Prozent. Wie in den Vorjahren wurde 2018 von Männern mit HIV-Diagnose am häufigsten Sex mit anderen Männern als Ansteckungsweg genannt (52,7%). An zweiter Stelle folgten heterosexuelle Kontakte (29,8%). Die Benutzung von kontaminiertem Spritzbesteck bei intravenösem Drogenkonsum (IDU) wurde bei 3,3 Prozent der HIV-Diagnosen bei Männern festgestellt. Bei 13,2 Prozent der HIV-Diagnosen bei Männern konnte der Ansteckungsweg nicht ermittelt werden.
  • Bei Frauen mit heterosexuellem Ansteckungsweg zeigte sich zwischen 2012 und 2018 eine fast stetige Abnahme der Zahl der Fälle von 131 auf 69. Bei den heterosexuell infizierten Frauen hatten 37 Prozent die Nationalität eines Landes, das nach WHO-Kriterien als HIV-Hochprävalenzland eingestuft wird. Bei den Männern mit heterosexuellem Ansteckungsweg war dieser Anteil geringer (26%). Für die Schweiz spielen hier hauptsächlich afrikanische Länder eine Rolle, vereinzelt aber auch Länder der Karibik.

Quelle: Bundesamt für Gesundheit (BAG), Stand Oktober 2019. Weitere Statistiken zur Schweiz: www.bag.admin.ch

Weltweit

  • Weltweit leben 37.9 Millionen Menschen mit HIV (Stand 2018).
  • Von diesen haben 23.3 Millionen Menschen Zugang zur antiretroviralen Therapie. Das sind 2 Millionen mehr als 2017 und fast 16 Millionen mehr als 2010.
  • 770'000 Menschen starben 2018 an Aids, im Jahr 2010 waren es noch 1.2 Millionen gewesen.
  • 2018 infizierten sich weltweit circa 1.7 Millionen Menschen neu mit HIV, etwa 100'000 weniger als im Jahr davor.
  • In Ost- und Südafrika, wo über 50 Prozent aller Menschen mit HIV leben, ist die Anzahl der Neuansteckungen bei Erwachsenen weltweit am stärksten zurückgegangen, insgesamt um 28 Prozent seit 2010.
  • In Osteuropa und Zentralasien dagegen ist die Zahl der Neuinfektionen seit 2010 um 29 Prozent angestiegen.
  • In Bezug auf die 90-90-90-Ziele der UNAIDS lässt sich sagen: Im Jahr 2018 kannten weltweit 79 Prozent der Menschen mit HIV ihren Status, von diesen hatten 78 Prozent Zugang zur Therapie und wiederum von diesen hatten 86 Prozent eine unterdrückte Virenlast.

Quelle und weitere Statistiken: UNAIDS, Stand Juli 2019