Krankenkasse

In Bezug auf die Krankenkasse tauchen immer wieder verschiedene Fragen auf. Werden alle Behandlungskosten von HIV von der Grundversicherung übernommen oder muss man einen Teil selbst bezahlen?

Kann ich bei einer Krankenversicherung eine Grundversicherung und eine Zusatzversicherung abschliessen, wenn ich HIV-positiv bin?

Jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz ist verpflichtet, sich für Krankenpflege versichern zu lassen. Im Gegenzug haben die Versicherungen die Pflicht, alle Personen unabhängig von ihrem Gesundheitszustand in ihre Grundversicherung aufzunehmen. Die Grundversicherung deckt alle Kosten, die für die Behandlung von HIV notwendig sind. Bei der Zusatzversicherung, die freiwillig ist, können Versicherer nach dem Prinzip der Vertragsfreiheit frei wählen, wen sie versichern wollen. Es gibt zurzeit keine Krankenkasse, die einer HIV-positiven Person eine Zusatzversicherung anbietet.

Wie viel von meinen Behandlungs- und Medikamentenkosten pro Jahr bezahlt die Krankenkasse?

Die Versicherten müssen einen festen Jahresbetrag (Franchise) und 10% der Kosten, welche die Franchise übersteigen, bezahlen. Ist von einem Medikament ein Generika (wirkstoffgleiche Kopie) erhältlich. beträgt der Selbstbehalt 20%, sofern nicht ein medizinischer Grund gegen die Verschreibung des Generikums spricht. Die Franchise beträgt CHF 300.– pro Jahr, sofern keine höhere vereinbart wurde. Der jährliche Selbstbehalt beläuft sich auf maximal CHF 700.– für Erwachsene. Das bedeutet, dass Versicherte jährlich maximal CHF 1000.– der Krankheitskosten selbst bezahlen müssen. Für Menschen mit HIV, die regelmässig in ärztliche Kontrollen gehen und antiretrovirale Medikamente einnehmen, empfiehlt sich die Wahl der tiefsten Franchise, also 300.00 Franken.

Ich werde neu in die Schweiz ziehen, was muss ich beachten?

Wer seinen Arbeitsort und/oder den Wohnsitzt in die Schweiz verlegt, muss sich innerhalb von drei Monaten nach Aufnahme der Arbeit bei einer Krankenkasse versichern lassen. Die Krankenkasse kann frei gewählt werden.