Symptome von HIV & Aids

Die HIV-Infektion ist behandelbar, aber nicht heilbar. Es ist entscheidend, Symptome, die nach Risikosituationen oder im Verlauf der Krankheit auftauchen, zu erkennen und sich beraten zu lassen. Bei rechtzeitigem Therapiebeginn können der Ausbruch von Aids verhindert, das Immunsystem gestärkt und die eigene Gesundheit verbessert werden.

(Quelle: Deutsche AIDS-Hilfe)

Was ist Aids?

Das Wort «Aids» steht für die englische Bezeichnung «Acquired Immunodeficiency Syndrome», zu deutsch «Erworbenes Immunschwächesyndrom». Aids ist die Spätfolge einer Infektion mit dem HI-Virus («Human Immunodeficiency Virus», kurz: HIV = «Menschliches Immunschwäche-Virus»). Deshalb spricht man von einem «erworbenen» Immunschwächesyndrom. Bei einer Immunschwäche ist die Abwehrfähigkeit des Körpers gegenüber Krankheitserregern vermindert. Eine fortgeschrittene Immunschwäche kann zu verschiedenen schweren Erkrankungen und dann zum Tod führen. Die HIV-Infektion ist nicht heilbar. Dank verbesserter medizinischer Behandlungsmöglichkeiten kann aber durch den rechtzeitigen Therapiebeginn der Ausbruch von Aids verhindert und um Jahre hinausgezögert werden. Mit Hilfe der neuen HIV-Therapien haben Menschen mit HIV heute eine annähernd gleich hohe Lebenserwartung wie gesunde Menschen.

(Quelle: Deutsche AIDS-Hilfe)

Wie verläuft eine unbehandelte HIV-Infektion?

Unbehandelt durchläuft die HIV-Infektion von der Ansteckung mit HIV bis zum Ausbruch von Aids drei Stadien. Die Dauer dieser Stadien ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Deshalb variiert die Zeit, in der HIV-Positive beschwerdefrei leben können, stark: von wenigen Monaten bis über fünfzehn Jahre. Wie stark sich die HI-Viren vermehren und dadurch das Immunsystem schädigen, ist im Labor jederzeit mittels Bluttest messbar.

Stadium 1: Primoinfektion und Latenzphase
In den ersten Wochen nach der Ansteckung steigt die Virenlast schnell an. Deshalb kann in dieser Phase das HI-Virus besonders leicht auf Sexualpartnerinnen und Sexualpartner übertragen werden. In dieser Zeit treten oft Symptome wie bei einer Erkältung oder einer leichten Grippe auf: Fieber, Hautausschlag, Müdigkeit, Kopfschmerzen. Viele betroffene Personen oder Ärzte, Ärztinnen bemerken diese Symptome nicht oder bringen sie nicht mit der HIV-Infektion in Zusammenhang. Deshalb ist es wichtig, diese bei einem Arztbesuch anzusprechen.  

Die Krankheitszeichen der ersten Phase verschwinden nach einigen Wochen spontan, da das Immunsystem auf den Angriff der HI-Viren mit Antikörpern reagiert. Danach verläuft die HIV-Infektion zunächst unauffällig. In der Regel bleiben HIV-Positive über Jahre beschwerdefrei und können ein normales Leben führen. Das Virus breitet sich dennoch schleichend aus und strapaziert das Immunsystem konstant.

Stadium 2: Phase mit allgemeinen Symptomen
Durch die andauernde Belastung mit dem HI-Virus wird das Immunsystem immer schwächer, es kann sich nicht mehr ausreichend gegen alle Krankheitserreger wehren. Der Körper zeigt jetzt häufiger Anzeichen einer Immunschwäche. Das können Hauterkrankungen, andauernde Lymphknotenschwellungen, starker Nachtschweiss und weitere Symptome sein.

Stadium 3: Aids
In diesem Stadium ist das Immunsystem so stark beeinträchtigt, dass es schwere, lebensbedrohliche Krankheiten nicht mehr verhindern kann. Wenn bestimmte Kombinationen von Krankheiten auftreten, spricht man von Aids. Die Bandbreite dieser sogenannt „Aids definierenden“ Krankheiten ist gross. Sie reicht von Krebserkrankungen über gewisse Formen der Lungenentzündung bis zu einem Pilzbefall der Speiseröhre. Nach dem Ausbruch von Aids beträgt die Lebenserwartung ohne Behandlung noch wenige Monate bis drei Jahre.

Bei Fragen zu HIV oder auffälligen Symptomen lassen Sie sich bei Ihrer regionalen Aids-Hilfe oder Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt beraten.