Diskriminierungsmeldungen

Die Aids-Hilfe Schweiz ist die eidgenössische Stelle für Diskriminierungen und Persönlichkeitsverletzungen im HIV/Aidsbereich. Sie sammelt die ihr gemeldeten Fälle und leitet diese zweimal jährlich an die Eidgenössische Kommission für Sexuelle Gesundheit (EKSG) weiter. Die Aids-Hilfe Schweiz interveniert auch – sofern von der betroffenen Person gewünscht wird – bei Diskriminierungsfällen. Sie informiert über die Rechtslage und die Datenschutzbestimmungen und unterstützt HIV-positive Personen dabei, ihr Recht einzufordern.

Diskriminierungsfälle in der Schweiz, 2018

Mit insgesamt 122 Meldungen wurden in diesem Jahr die meisten Diskriminierungen seit deren Erfassung (2006) gemeldet. 

Diskriminierungsmeldungen 2018 (PDF) 

Gemeldete Diskriminierungen nach Bereichen (122):

Gemeldete Diskriminierungen nach Bereichen, 2018
Die Diskriminierungen betrafen insbesondere die Bereiche Sozialversicherungen (23), Privatversicherungen (22) und Gesundheitswesen (20). Datenschutzverletzungen im medizinischen, beruflichen, privaten und sonstigen Umfeld wurden 27 erfasst.

Gemeldeten Diskriminierungen der letzten zehn Jahre:

Gemeldeten Diskriminierungen der letzten zehn Jahre (2008 - 2018)

Hinter Diskriminierungen stecken häufig irrationale Ängste vor der Übertragung des HI-Virus und Vorurteile gegenüber Menschen mit HIV. Um Diskriminierungen wirksam zu bekämpfen, reicht der Rechtsschutz in der Schweiz nicht aus. Die Einführung eines Antidiskriminierungsgesetzes nach Vorbild der EU-Länder würde Abhilfe schaffen, liegt jedoch in weiter Ferne. Umso wichtiger sind deshalb die Aufklärungskampagnen der Aids-Hilfe Schweiz, deren Rechtsberatung für Menschen mit HIV und die Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Kommission für sexuelle Gesundheit.