Aids-Hilfe Schweiz erinnert an die Wichtigkeit der Safer Sex Botschaften

Zürich, 28. Februar 2013

Im Jahr 2012 sind dem BAG insgesamt 620 neue HIV Diagnosen gemeldet werden. Das ist eine Zunahme um 10% im Vergleich zu 2011, schreibt der Bundesrat in einer heute veröffentlichten Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss. Die Aids-Hilfe Schweiz reagiert besorgt auf diese neuerliche Zunahme der HIV Diagnosen und unterstreicht die Gültigkeit der Safer Sex Botschaften. Die Prävention und Aufklärung muss weiterhin verstärkt werden.

Der Neuanstieg der HIV Diagnosen betrifft die HIV Zahlen von 2012, und ist gegenüber letztem Jahr um 10% angestiegen. Für die Aids-Hilfe Schweiz ist damit klar, dass eine Verharmlosung von HIV nicht angebracht ist und zu einer falschen Sicherheit vor einer HIV Infektion führen kann.

Nicht alle Gruppen sind in der Schweiz gleichermassen von HIV betroffen. Vor allem Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), Migranten aus Hochprävalenzländern wie Subsahara-Afrika und Drogen Konsumierende sind einem erhöhtem Risiko einer HIV Infektion ausgesetzt. So zeigt eine erste Analyse der HIV Zahlen für 2012 laut dem Bundesrat, dass die Zunahme besonders die Gruppe der MSM betrifft. Deshalb engagiert sich die Aids-Hilfe Schweiz mit Kampagnen für diese Zielgruppen und hat im Frühling eine Kampagne «Fuck Positive» gezielt für die Schwulen Szene in Absprache mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) lanciert, die sehr gut von der Zielgruppe aufgenommen wurde. Obwohl jeder 10. Schwule HIV-Positiv ist, wird über das Thema HIV zu wenig gesprochen. Im Zentrum der Kampagne stand deshalb die Aufforderung wieder vermehrt über HIV zu reden und sich aufgrund der Safer Sex Botschaften und Präservative zu schützen.

Der erneute Anstieg der HIV Diagnosen zeigt eines klar: Auch in Zukunft muss die Prävention gestärkt werden und die benötigten Finanzierungsmittel erhalten. Eine Kürzung in der HIV Prävention kann negative Folgen haben und erreichte Erfolge rückgängig machen.

Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an:

Harry Witzthum, Mediensprecher der Aids-Hilfe Schweiz, 079 794 64 91