Reden über HIV

Geheimnisse belasten. Das gilt auch im Hinblick auf die Diagnose „HIV-positiv“. Der Umgang mit dieser Information ist nicht einfach. Reden Sie über ihre Diagnose nur mit Menschen denen Sie vertrauen können.

Reden Sie darüber – aber prüfen Sie gut, mit wem

Treffen Sie unmittelbar nach der Diagnose keine schnellen Entscheidungen, sondern wägen Sie ab, wem Sie das Testresultat anvertrauen. Denn haben Sie jemanden einmal eingeweiht, können Sie diese Information nicht mehr rückgängig machen.

Datenschutz schützt Sie

Die Information, dass Sie HIV-positiv sind, ist durch Datenschutzbestimmungen geschützt. Dies bedeutet, dass niemand ohne Ihr ausdrückliches Einverständnis diese Tatsache weitererzählen darf. Weisen Sie Ihr Gegenüber unmissverständlich auf diesen Umstand hin.

Information in der Partnerschaft

Leben Sie in einer Beziehung, wird sich früher oder später die Frage stellen, wann Sie Ihren Partner, Ihre Partnerin informieren. Mit dem Wissen über die HIV-Infektion können beide eine HIV-Übertragung verhindern. Verschweigen Sie aber Ihre HIV-Infektion und haben mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner ungeschützten Geschlechtsverkehr, können Sie in der Schweiz strafrechtlich verfolgt und verurteilt werden. Falls Ihnen das Gespräch mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner zu schwierig ist oder nicht gelingen will, können die Aids-Hilfe in Ihrer Region oder Ihr Arzt Unterstützung bieten.

Arbeitsplatz

Ihre Arbeitgeberin  oder Ihre Kollegen am Arbeitsplatz müssen Sie über Ihre Diagnose „HIV-positiv“ nicht informieren, wenn Sie dies nicht wollen oder Benachteiligungen befürchten.

Belastung

Die Diagnose „HIV-positiv“ kann zu seelischen oder sozialen Belastungen oder Depressionen führen.Wenn Sie schlecht schlafen, sich zurückziehen, dann sollten Sie nicht lange Zuwarten. Holen Sie sich Unterstützung und Hilfe. Die regionale Aids-Hilfe kann Ihnen bei der Suche nach einer Therapeutin oder einem Therapeuten behilflich sein.