7 gute Gründe für eine Anstellung

1. Arbeitsfähigkeit

Dank der neuen Medikamente und Therapien hat sich die Lebensqualität von HIV-postiven Menschen stark verbessert und ihre Arbeitsfähigkeit wird durch die Infektion kaum mehr beeinträchtigt.

2. Diskriminierungsverbot  

Diskriminierende Handlungen am Arbeitsplatz sind verboten. Ein Arbeitsklima ohne Diskriminierung ist für alle Mitarbeitenden nützlich, wirkt sich positiv auf die Motivation, Leistung, Zufriedenheit und die Loyalität aus.

3. Fortschritte in der Medizin

Dank der medizinischen Fortschritte haben HIV-positive Menschen in der Schweiz heute annähernd die gleiche Lebenserwartung wie HIV-negative.

4. Die 5. IV-Revision

Im Rahmen der 5. IV-Revision werden zunehmend auch Diskriminierungen aufgrund einer chronischen Erkrankung zum Thema. Das erklärte Ziel der FEFI (Früherfassung, Frühintervention) ist es, den bestehenden Arbeitsplatz zu erhalten oder den Arbeitnehmer in einen anderen Arbeitsplatz zu integrieren.

5. Rechtsschutz

Das Schweizer Recht verpflichtet Arbeitgebende zum Diskriminierungs- und Datenschutz. Schutzbestimmungen finden sich in verschiedenen Gesetzen (Art. 27ff ZGB (Verletzung des Persönlichkeitsrechts), Art. 328 OR (Schutz der Persönlichkeit des Arbeitnehmers), Art. 336 OR (Kündigungsschutz), im Bundesgesetz vom 19.6.1992 über den Datenschutz, sowie im Behindertengleichstellungsgesetz (sofern der Bund der Arbeitgeber ist).

6. Statistik

HIV / Aids betrifft vor allem Erwachsene im erwerbsfähigen Alter. Rund 70% der in der Schweiz lebenden Menschen mit HIV/Aids arbeiten und wiederum 70% davon sind voll erwerbstätig.

7. Übertragungsrisiko

Das HI-Virus gehört zu den schwer zu übertragbaren Krankheitserregern. Bei den üblichen Tätigkeiten am Arbeitsplatz besteht keine Ansteckungsgefahr, deshalb gibt es in der Schweiz im Prinzip keine verbotenen Berufe für Menschen mit HIV / Aids.