Gonorrhö (Tripper)

Was ist Gonorrhö?

Gonorrhö, umgangssprachlich auch als Tripper bezeichnet, ist weltweit eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Sie wird durch Bakterien (Neisseria gonorrhoeae, auch als Gonokokken bekannt) verursacht.

Wie wird Gonorrhö übertragen?

Die Infektion kann durch oralen, vaginalen und analen Geschlechtsverkehr übertragen werden.

Was sind Symptome und Auswirkungen?

  • Ausfluss aus Vagina, Penis oder Anus, der ungewöhnlich riecht und manchmal eitrig aussieht
  • Schmerzen an der Scheide oder Eichel
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Jucken und Reizung am Anus
  • Halsschmerzen, Rötung und Reizung im Mund- und Rachenraum
  • Unregelmässige Blutungen ausserhalb der Menstruation

Frauen haben oft wenige bis keine Beschwerden, Männer haben in der Regel deutlichere Symptome.

Unbehandelt kann die Infektion bei Männern auf Prostata und Nebenhoden übergreifen. Bei beiden Geschlechtern kann die Infektion Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Seltenere Komplikationen sind Entzündungen an Gelenken, Haut, Herz und Bindehaut.

Brennts?, Plakat der LofeLife Kampagne 2011

Wie wird auf Gonorrhö getestet?

Für den Gonorrhö-Test wird ein Abstrich der Schleimhaut untersucht oder ein Urin- oder Bluttest durchgeführt.

Wie wird Gonorrhö behandelt?

Die Infektion kann in der Regel mit Antibiotika geheilt werden. Wenn die Symptome trotz Behandlung andauern, muss man den Arzt oder die Ärztin konsultieren, denn das könnte ein Zeichen von Resistenzentwicklung sein und das muss untersucht werden.

Müssen sich Sexpartner und Sexpartnerinnen auch behandeln lassen?

Gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt muss überlegt wer- den, von wem die Infektion stammen und an wen sie bereits weitergegeben worden sein könnte. Diese Sexpartner und Sexpartnerinnen sollen über die Diagnose informiert werden, damit sie sich untersuchen und allenfalls behandeln lassen können.

In weiter bestehenden sexuellen Beziehungen muss erstens gleichzeitig behandelt und zweitens Safer Sex eingehalten werden. Das gilt bis beide geheilt sind, damit man sich nicht immer wieder von Neuem ansteckt.

Ohne Behandlung sind zu einem späteren Zeitpunkt Gesundheitsprobleme möglich.

Auf der Website www.lovelife.ch gibt es Gesprächstipps und Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten.

Wie kann eine (erneute) Infektion verhindert werden?

Sexpartner und Sexpartnerinnen müssen gleichzeitig auch behandelt werden, um sogenannte «Ping-Pong»-Infektionen zu vermeiden, bei welchen sich Partner immer wieder von Neuem gegenseitig anstecken.

Kondome und das konsequente Einhalten der ersten beiden Safer Sex-Regeln verringern das Risiko, sich mit Gonorrhö zu infizieren.

1. Eindringen immer mit Gummi.
2. Sperma und Blut nicht in den Mund.

Eine Übertragung kann aber dennoch erfolgen. Deshalb ist es wichtig, die dritte Safer Sex-Regel zu beachten:

3. Bei Juckreiz, Brennen oder Ausfluss zum Arzt.

Wer fünf oder mehr Sexpartner pro Jahr hat, soll sich einmal im Jahr auf sexuell übertragbare Infektionen untersuchen lassen.

Quelle:  Bundesamt für Gesundheit (BAG), Faktenblatt Gonorrhö (Tripper) lovelife.ch