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18. Internationale Aids-Konferenz

XVll Internatioal Aids Conference


Zusammenfassung 18. Internationale Aids-Konferenz 18. -23.07.2010 in Wien

19'100 Teilnehmer aus 193 Ländern liessen sich unter dem Motte Rights Here, Right Now über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse informieren, wobei die Bedeutung der Menschenrechte im Kampf gegen HIV/Aids in Vordergrund stand. Über 13'000 Teilnehmern unterzeichneten die Vienna Declaration mit der Aufforderung an die Staaten, mehr Mittel zur Aids-Bekämpfung bereitzustellen um die Millenium Development Goals 6A/6B (Ausbreitung von HIV/AIDS bis 2015 stoppen, für alle Menschen bis 2010 Zugang zur Therapie schaffen) baldmöglichst zu erfüllen. Prominente Redner waren, nebst Julio Montaner, Präsident der International Aids Society, Bill Clinton, Bill Gates und in Video-Botschaften Desmond Tutu, Ban Ki-moon, Hillary Cinton und Barack Obama. Angesichts der grossen Anzahl (über 6000) Vorträge, Kurzpräsentationen und Postern kann dieser Kurzbericht allerdings nur subjektiv und fragmentarisch sein.

Zwar sind keine grundlegenden Neuerungen zu vermelden und die Epidemie ist noch lange nicht besiegt, es geht aber in kleinen Schritten vorwärts und die Zahlen der Neuinfektionen sind rückläufig. 5 Mio. Menschen mit HIV haben Zugang zur HIV-Therapie, weiter 10 Mio. warten noch darauf. Südafrika, vertreten durch Vizepräsident und Gesundheitsminister, will eine Führerrolle in Afrika wahrnehmen und systematisch HIV-Test und –Therapien anbieten. Seit der Einführung der Kombinationstherapie im Jahre 1996 hat die Pharma Fortschritte gemacht: Die Medikamente sind effizienter, haben weniger Nebenwirkungen und eine einfachere Posologie. Sie können heute in den Ländern mit hoher HIV-Prävalenz zu hundertmal tieferen Preisen hergestellt werden als bei uns. Das so genannte Swiss-Statement der Eidgenössischen Kommission für Aids-Fragen (EKAF) gilt heute als wichtige Ergänzung der klassischen Verhaltensprävention: Personen unter wirksamer HIV-Therapie, mit stabiler nicht nachweisbare Viruslast und ohne andere sexuell übertragbare Krankheiten sind nicht mehr infektiös. Präventive Wirkungen erhofft man sich für Afrika bei den Männern durch Beschneidung und bei den Frauen durch Vaginalgel (Microbizide + 1% Tenofovir). Auch die Mutter-Kind-Übertragung konnte – auch in Afrika – deutlich reduziert werden. Positiv beurteilt wurde die neue Empfehlung, die HIV-Therapie bereits ab 350 CD4 zu beginnen.


Sorgen bereitet nach wie vor die Situation in vielen Gefängnissen der Welt: Hohe HIV- und Hepatitis-C-Prävalenz, Drogenabhängigkeit und Tuberkulose. Diese Bevölkerungsgruppe, wie übrigens in vielen Ländern auch Drogenabhängige, SexworkerInnen und Homosexuelle werden als Randgruppen von den elementarsten Menschenrechten immer noch ausgeschlossen, ja tabuisiert. Erschreckend waren auch die Berichte über Gewalt gegenüber Frauen; sie macht diese im Bezug auf HIV-Infektionen besonders vulnerabel. Das grosse Problem in Osteuropa – rund 80 % der neu HIV-infizierten stecken sich beim Drogenkonsum an – kam allerdings viel zu wenig zur Sprache. – Die nächste Konferenz soll im Juli 2012 in Washington/DC stattfinden.


Hansruedi Völkle, Präsident der Aids-Hilfe Schweiz

Highlights von der Konferenz: Donnerstag, 22. Juli 2010

HIV und Alter – ein vernachlässigtes Thema


Dank der heute erhältlichen Therapien haben HIV-positive Menschen eine nahezu normale Lebenserwartung. Doch der Gruppe von HIV-positiven Menschen über 50 Jahren wurde bis anhin kaum Beachtung geschenkt. Obwohl die Anzahl von älteren Menschen, die mit HIV leben, stark zunimmt. So leben heute in den USA schon über 120’000 Menschen über 50 mit HIV. Mehrere Beiträge an der Internationalen Aids-Konferenz nahmen sich dieses bis anhin vernachlässigten Themas an.


Die Behandlung von älteren Menschen mit HIV ist höchst komplex. Zur HIV-Infektion kommen Altersgebrechen hinzu wie Osteoporose, kardiovaskuläre Krankheiten oder Krebserkrankungen. Oft ist es kaum möglich zu unterscheiden, ob gesundheitliche Probleme aufgrund von HIV oder aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Patienten oder der Patientin auftreten. Zudem ist die medikamentöse Behandlung schwierig: Die Interaktion der Medikamente mit der HIV-Therapie muss berücksichtigt werden.


Ältere HIV-positive Menschen sind stärker als HIV-Negative mit Sorgen um die Altersvorsorge konfrontiert. Viele fühlen sich isoliert. Depressionen sind häufig. Die Vorstellung macht Angst, von anderen im Alter abhängig zu werden und nicht mehr selber die Einnahme der HIV-Medikamente kontrollieren zu können.


Auch ältere Menschen haben Sex

Auch ältere Menschen sind sexuell aktiv und sind gefährdet, sich mit dem HI-Virus anzustecken. In den USA machen Menschen über 50 heute 10% der Neuansteckungen aus. Präventionskampagnen visieren aber häufig nur das junge Publikum an. Safer-Sex-Botschaften, die sich an ältere Männer und Frauen richten, sind nötig.


Bei allen Beiträgen wurde deutlich: Es braucht mehr Daten zur Situation von HIV-positiven Menschen. Zudem muss die Präventionsarbeit verstärkt auf Menschen über 50 Jahre ausgedehnt werden.


Juristen müssen sich noch bilden


UNAIDS und weltweit alle HIV-Organisationen setzen sich seit Jahren dafür ein, dass die HIV-Übertragung, solange sie nicht mutwillig erfolgt, straffrei wird. Insbesondere in Europa, USA und Kanada werden HIV-Positive mit aller Härte bestraft. In diesen Ländern wird im Vergleich zu anderen Regionen der Welt, wo das Virus stärker verbreitet ist, wird ein unverhältnismässig grosser Anteil der HIV-positiven Bevölkerung verurteilt. In den USA wurde kürzlich eine Person mit 25 Jahren Freiheitsentzug bestraft. Besonders abstrus mutet an, dass Personen in den USA, die andere anspuckten, ebenfalls bestraft wurden. Obwohl durch Spucken das HI-Virus erwiesenermassen nicht übertragen wird. Offenbar ist es unumgänglich, auch Juristinnen und Juristen im Hinblick auf HIV-Übertragung und –Stigmatisierung zu schulen. Deshalb wurden an der Internationalen Aids-Konferenz in Wien drei neue Internet-Portale lanciert, welche zum Ziel haben, juristisches Fachpersonal auf allen Stufen zu schulen und zu sensibilisieren: www.aidslaw.ca/lawyers-kit, www.aidsmap.com/law und www.gnpplus.net/criminalisation.


Rent a Person with HIV/Aids


Rent a PWHA
Wie ist es eigentlich als HIV-positive Person  zu leben? Diese Frage will das Projekt „Rent-A-Person living with HIV/Aids“ der schweizerischen Betroffenenorganisation LHIVE an der Internationalen Aids-Konferenz in Wien beantworten. Insgesamt stehen 15 Personen, zehn Männer und fünf Frauen zur Verfügung, die den interessierten Besucher durch die Ausstellung führen und die verschiedenen Projekte aus der Warte der HIV-Positiven beleuchten. Natürlich gibt es den oder die HIV-Positive nicht. Jeder und jede hat seine eigene Geschichte. Deshalb kann sich der Mieter oder die Mieterin auch für ein bestimmtes Rollenmodell entscheiden: Von der schwarzafrikanischen Frau mit Kind über den schwulen Dandy bis hin zum Gefängnisinsassen sind Menschen in allen möglichen Lebenssituationen vertreten, die einem die Perspektive einer HIV-positiven Person näher bringen.


Das Projekt soll auch nach der Konferenz von Wien weiterlaufen und noch ausgebaut werden. Weitere Informationen: www.lhive.ch


18. Internationale Aids-Konferenz in Wien: Ein erstes Fazit


25‘000 Personen debattierten während einer Woche über die weitere Entwicklung der HIV/Aids-Arbeit in der ganzen Welt. Menschen aus aller Herren Länder stellten ihre jeweilige gesellschaftliche, medizinische und individuelle Situation dar. Dabei konnten interessante und zukunftsgerichtete Aspekte und Tendenzen beobachtet werden: Die HIV-Therapie als Präventionsmassnahme wird zunehmend thematisiert und eine grosse Studie dazu angekündigt. Auf dem Gebiet der Mikrobizide wurden die sehr ermutigenden Resultate einer grösseren Studie vorgestellt. Doch auch Negatives gab es zur Kenntnis zu nehmen: Obschon sich HIV/Aids in den osteuropäischen Ländern und Zentralasien epidemieartig ausbreitet und zu einem gewaltigen Problem der dortigen Gesundheitssysteme zu werden droht, glänzte das offizielle Russland durch Abwesenheit. Die NPOs, die sich in Osteuropa der Krise annehmen, sind aufs höchste alarmiert.


Es bleibt zu hoffen, dass in den zwei Jahren bis zur nächsten Konferenz in Washington D.C. die guten Ansätze weiter entwickelt werden und die Stimmen, die in Wien “Rights here, right now” riefen, auch im Osten gehört werden.



Highlights von der Konferenz: Mittwoch, 21. Juli 2010

Therapie und Prävention kombinieren! Schweizer HIV-Forscher international an der Spitze.


Der Schweizer HIV-Forscher Dr. Bernhard Hirschel war am Mittwoch einer der drei Hauptreferenten in Wien. Hirschel gab den entscheidenden Anstoss für die Publikation des "EKAF-Statement" im Jahr 2008, in dem erklärt wurde, dass Menschen unter voll wirksamer antiretroviraler Therapie (ART) sexuell nicht mehr infektiös sind. Innert zwei Jahren hat sich das Thema der Kombination von Therapie und Prävention zu einem zentralen Aspekt der Diskussionen um die Zukunft der HIV-Prävention gemausert. In Wien waren ihm diverse Veranstaltungen gewidmet.


Hirschel präsentierte aktuelle Daten und ein grosses Projekt in Afrika, mit dem der Genfer Forscher zeigen will, dass Prävention mittels ART funktioniert. Ergebnisse aus dieser und ähnlichen Studien werden in etwa drei Jahren vorliegen.


Es ist bekannt, dass die ART HIV-Übertragungen wirkungsvoll verhindern kann. Unter wirksamer Therapie wird z.B. bei einer Schwangerschaft oder Geburt HIV nicht von einer HIV-positiven Mutter auf ihr Kind übertragen. Diese Tatsache hat sich längst weltweit in entsprechenden Richtlinien niedergeschlagen. Auch hat man in grossen Gruppen serodifferenter Paare (ein Partner HIV-positiv, der andere HIV-negativ) herausgefunden, dass es nicht zu Übertragungen kommt, wenn der HIV-positive Partner dauerhaft unter wirksamer ART steht. Diese Fakten wurden in Wien von verschiedenen ReferentInnen im Detail gezeigt. Zudem wurde in Wien klar, dass auch die richtige Anwendung eines Mikrobizids mit einem ART-Wirkstoff Infektionen verhindert [s. Highlights vom Dienstag].


Unbeantwortete Fragen

Demgegenüber wurde auch auf die unbeantworteten Fragen hingewiesen. Sehr viele Menschen mit HIV kennen ihren Serostatus nicht und ein erheblicher Anteil neuer HIV-Infektionen kommt aus dieser Gruppe. Gerade kurz nach einer frischen Infektion sind Menschen hoch infektiös und wissen es in den meisten Fällen nicht. Auch ist die ART nicht bei allen Menschen voll wirksam, sei es weil die ART nicht richtig eingenommen wird, sei es aufgrund anderer Erkrankungen, welche das Immunsystem aktivieren und die HIV-Reproduktion aktivieren, sei es, weil nicht alle HIV-Medikamente gleich gut wirken.


Abgesehen davon gibt es immense finanzielle und logistische Probleme: Die Versorgung des grössten Teils betroffener Menschen mit HIV-Medikamenten ist enorm teuer, aufwendig und komplex und benötigt viele Jahre zu ihrer Realisierung. Diesem Vorhaben stehen gegenwärtig unnötige finanzielle Hürden im Weg, wie in Wien festgehalten wurde.


Vor diesem Hintergrund erstaunt es nicht, dass die Staatengemeinschaft und die Gesundheitsagenturen zuverlässige Daten wünschen, bevor der präventive Einsatz der ART und der riesige damit verbundene Geldfluss in Gang gesetzt werden.


Währenddessen ist zu hoffen, dass die Ausweitung der therapeutischen Versorgung von Menschen mit HIV wenigstens im gesundheitlichen Interesse der Betroffenen mit aller Entschlossenheit vorangetrieben wird.


www.workpositive.ch – das Informationsportal für HIV

Heute hat die Aids-Hilfe Schweiz ihr Portal www.workpositive.ch vorgestellt. Das Informationsportal zu HIV am Arbeitsplatz gibt es seit Juli 2009 in französisch und deutsch; neu ist auch eine englische Version online.


In der Schweiz arbeiten 15‘000 der 25‘000 Menschen, die mit HIV leben. 70% von diesen haben eine 100-Prozent-Anstellung. Gleichzeitig nehmen Diskriminierungen und Datenschutzverletzungen im Zusammenhang mit HIV am Arbeitsplatz zu. Dies zeigen die seit einigen Jahren stark zunehmende Anzahl von Rechtsfällen, die die Rechtsberatung der Aids-Hilfe Schweiz bearbeitet.


Als Antwort auf diesen Missstand hat die Aids-Hilfe Schweiz die Website www.workpositive.ch ins Leben gerufen. Die Website hat sich innert kurzer Zeit von einer einfachen Jobsuchmaschine zu einem Informationsportal zu HIV und Job entwickelt, welches Informationen für Arbeitgebende und Arbeitnehmer/innen bietet.


Die statistische Auswertung zeigt, dass das Portal ihre Zielgruppe erreicht: Zwischen 62 und 282 Besuche pro Tag konnten verzeichnet werden. Ein Grossteil der Zugriffe erfolgte aus der Schweiz und zwar hauptsächlich während den Bürozeiten.

Zur Website: www.workpositive.ch


Die Erfassung und Meldung von Diskriminierungsfällen

Am Mittwoch präsentierte die Aids-Hilfe Schweiz an der Internationalen Aids-Konferenz, wie Diskriminierungsfälle in der Schweiz erhoben werden. Die Aids-Hilfe Schweiz ist die offizielle schweizerische Meldestelle für HIV-Diskriminierungen. Die Fälle werden durch die Rechtsberatung halbjährlich zusammengestellt und an die Eidgenössische Kommission für Aidsfragen (EKAF), einer ausserparlamentarischen Kommission, anonymisiert gemeldet. Eine Kopie davon wird auch dem Bundesamt für Gesundheit zugestellt. Pro Jahr werden auf diese Weise rund 70-80 Fälle gemeldet.


In der Schweiz gibt es keine HIV-Diskriminierungen auf Gesetzesebene, dennoch kommen Diskriminierungen gegen Menschen mit HIV häufig vor. Das Erfassen und Weiterleiten von Diskriminierungsfällen an Regierungsstellen ist wichtig, um grösseren Druck auf die diskriminierenden Stellen auszuüben. Weiter können Anti-Diskriminierungsprogramme und –gesetze entwickelt und angepasst werden.


Die Erfassung und Meldung von Fällen bilden die Basis für eine erfolgreiche Bekämpfung von Diskriminierungen. So häuften sich in letzter Zeit die Meldungen in den Bereichen Privatversicherungen und Strafbarkeit. Die Eidgenössische Kommission für Aidsfragen wird nun mit Experten aus Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen Massnahmen entwickeln, um die Diskriminierungen in diesen Feldern gezielt anzugehen.


Gay-Box: alles was der schwule Mann braucht

Prävention bei Männern, die Sex mit Männern (MSM) haben, folgt eigenen Regeln. Lifestyle ist ein wesentliches Element der schwulen Ästhetik und beinhaltet beileibe nicht nur die modischen Accessoires, sondern auch die richtigen Zeitschriften, die angesagten Clubs, die perfekte Feriendestination…. Ein ganzes Universum eröffnet sich. Dieses Universum bringt die Aids-Hilfe Schweiz seit einiger in konzentrierter Form ins Internet: Gay-Box, der innovative Online-Dienst wurde jetzt auch an der Internationalen Aids-Konferenz in Wien vorgestellt und stiess auf grosses Interesse bei allen, die sich mit MSM-Prävention befassen.



Selbstverständlich bringt die Gay-Box nicht nur Lifestyle und Glamour auf den heimischen Bildschirm, sondern sensibilisiert den schwulen Mann auf Safer-Sex-Botschaften und Notfall-Adressen für anonymes Testen. So findet Mann die Notfall-Box, die Sex-Coach-Box, das Sex-Wiki – alles integriert in ein ansprechendes Äusseres, das sich erst noch individualisieren lässt, ganz nach Wunsch des jeweiligen Benutzers.


Die Erfahrungen, die die Aids-Hilfe bis dato mit dem Online-Tool sammeln konnte, sind sehr ermutigend. Das Instrument wird von der Zielgruppe gut genutzt. Zudem stärkt der einheitliche Auftritt in den Regionen die Arbeit der Präventionsleute vor Ort, auch bei Events. Ein Wiederkennungseffekt, der die Präventionsbotschaften besser an den Mann bringt.

www.gay-box.ch


Menschenrechtsverletzungen gibt es auch in der Schweiz


Strafbarkeit der HIV-Übertragung

Die Aids-Hilfe Schweiz berichtete an einer Paneldiskussion über ihre Erfahrungen mit der Strafbarkeit der HIV-Übertragung und der Gerichtspraxis in der Schweiz. Wenn zwei Menschen sich frei entscheiden, ungeschützten Geschlechtsverkehr zu haben, können sie sich in der Schweiz strafbar machen. Dies, sofern einer HIV-positiv ist. Und dies selbst dann, wenn diese Person ihren Partner oder ihre Partnerin über ihre HIV-Infektion aufgeklärt hat. Denn in der Schweiz ist auch nur schon der Versuch einer HIV-Übertragung strafbar. Die Gerichte berufen sich dabei auf zwei gesetzliche Grundlagen: Schwere Körperverletzung und die Verbreitung einer gefährlichen menschlichen Krankheit.

Die restriktive Praxis der Verurteilung von HIV-positiven Menschen verstösst gegen die Menschenrechte. Zudem wird sie der heutigen Realität der Behandelbarkeit von HIV nicht gerecht: Ist jemand unter gut funktionierender Therapie, kann diese Person das Virus gar nicht mehr weitergeben. Trotzdem macht sich diese Person strafbar, wenn sie ungeschützten Geschlechtsverkehr hat. Die Aids-Hilfe Schweiz setzt sich auf verschiedenen Ebenen dafür ein, dass diese Gerichtspraxis geändert wird und der Artikel zur Verbreitung einer gefährlichen menschlichen Krankheit in solchen Fällen nicht mehr zur Anwendung gelangt.


Highlights von der Konferenz: Dienstag, 20. Juli 2010

Recht haben, Recht bekommen: Ausbildungsverbot für HIV-positiven Mann

Heute präsentierte die Aids-Hilfe Schweiz an der Internationalen Aids-Konferenz einen Rechtsfall aus der Schweiz im Rahmen eines Workshops von Aids Action Europe. Die Aids-Hilfe Schweiz hält zurzeit den Vorsitz dieses europäischen Verbands von Betroffenenorganisationen.


Der Fall

Ein junger Mann interessierte sich für den Beruf "Technischer Operationsassistent". Er bestand die Aufnahmeprüfungen ohne Schwierigkeiten. Der bereits unterzeichnete Ausbildungsvertrag wurde jedoch auf Grund seiner HIV-Infektion von der Schule gekündigt. Die Aids-Hilfe Schweiz erhob für den jungen Mann Beschwerde. Sie machte geltend, dass die Auflösung des Ausbildungsvertrags einzig darauf beruhte, dass er HIV-positiv war. Er war aber qualifiziert für den Beruf, gesund und voll leistungsfähig. Zudem ist die Gefahr einer Übertragung des HI-Virus äusserst gering. Die Aids-Hilfe Schweiz rügte, dass er auf Grund seiner HIV-Positivität diskriminiert wurde.

Der junge Mann erhielt dank der Intervention der Aids-Hilfe Schweiz Recht. Ein infektiologisches Gutachten kam zum Schluss, dass das Restrisiko einer HIV-Übertragung im Berufsalltag eines technischen Operationsassistenten praktisch Null sei. Die fristlose Kündigung des Ausbildungsvertrags war somit widerrechtlich.


Vollständiger Schutz nur mit Antidiskriminierungsgesetz

Das Spezielle daran: Die Schule unterstand der öffentlichen Verwaltung und somit öffentlich-rechtlichem Recht. Aus diesem Grund kam Art. 8 Bundesverfassung und das Behindertengleichstellungsgesetz zur Anwendung. Hätte es sich um eine private Institution gehandelt, wären diese Bestimmungen nicht anwendbar gewesen. Das Recht weist hier Lücken auf. Nur ein Antidiskriminierungsgesetz, das auch auf private Rechtsverhältnisse anwendbar ist, würde einen vollständigen Schutz gewähren.


Insgesamt wurden sechs Fälle aus verschiedenen Ländern präsentiert. Die Teilnehmenden beschlossen zum Schluss, dass sie sich auch in Zukunft über Diskriminierungsfälle über die Grenzen hinweg austauschen wollen. Dazu sollen die Fälle in einer eigens dafür eingerichteten Datenbank unter www.aidsactioneurope.org gesammelt werden.


Diskriminierung von HIV-positiven Arbeitnehmenden kostet Millionen

Internationale Empfehlungen zu HIV am Arbeitsplatz lanciert

Die International Labor Organisation (ILO) nutzt die Wiener Aids-Konferenz, um die ersten globalen Empfehlungen zu HIV am Arbeitsplatz zu lancieren. Arbeitsplätze sind zentral im Kampf gegen die HIV-Epidemie. An keinem anderen Ort verbringen Menschen soviel Lebenszeit. Diese Zeit muss für die HIV-Prävention und Sensibilisierung genutzt werden. Die ILO-Empfehlungen fordern Arbeitgebende auf, geeignete Rahmenbedingungen für HIV-positive Menschen am Arbeitspatz zu schaffen und Diskriminierungen zu verhindern. Letztlich liegt dies in ihrem Interesse: Es spart Kosten und Menschen im erwerbsfähigen Alter fallen nicht aus dem Arbeitsprozess.


Auch die Schweiz als UNO-Mitglied hat ab heute die Verpflichtung, diese Empfehlungen umzusetzen. Denn auch in der Schweiz werden HIV-positive Menschen am Arbeitsplatz diskriminiert.


Jedes Jahr meldet die Aids-Hilfe Schweiz der eidgenössischen Kommission für Aidsfragen (EKAF) 70-80 Diskriminierungsfälle. Ein grosser Teil der gemeldeten Diskriminierungen passiert im Arbeitsumfeld. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Darum hat die Aids-Hilfe Schweiz ihr Programm HIV und Erwerbstätigkeit bereits im Jahr 2003 lanciert und ist nun durch die ILO-Empfehlungen in ihrer Arbeit bestätigt worden. Infos zum Programm: www.workpositive.ch.


In einem nächsten Schritt wird die Aids-Hilfe Schweiz Vertreter von Regierungen, Gewerkschaften und Arbeitgebende mit diesen Empfehlungen angehen und sie an ihre Verantwortung erinnern. Weitere Infos unter www.ilo.org.


Ausschaffung von HIV-positiven AsylbewerberInnen: Intervention auf europäischer Ebene nötig

HIV-positive AsylbewerberInnen, deren Asylgesuch abgewiesen wurde, werden häufig ausgeschafft. Auch dann, wenn nicht garantiert ist, dass sie Medikamente in ihren Herkunftsländern erhalten. Für den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte stellt dies keine Verletzung der europäischen Menschenrechtskonvention dar; ausser, jemand befindet sich im Endstadium von Aids. An einem Workshop haben Teilnehmende aus verschiedenen Ländern diese restriktive Haltung diskutiert.


Deutlich wurde, dass auf der europäischen Ebene gegen diese Politik interveniert werden muss. Durch die Begründung des europäischen Gerichtshof besteht kein Anreiz für die europäischen Länder, an ihrer Praxis etwas zu ändern. Wichtig ist weiter, dass sich die Länder mit ihren Fällen vernetzen. So stehen mehr Daten zur Verfügung, um zu beweisen, dass kein Zugang zu Therapien im Herkunftsland da ist.


Auch die Schweiz verfolgt eine sehr restriktive Praxis bei abgewiesenen Asylbewerbern. Die Rechtsberatung der Aids-Hilfe Schweiz begleitet jedes Jahr 20-30 HIV-positive Menschen, die ausgeschafft werden sollen.


Empfehlungen, wie eine Behandlung ohne Unterbruch auch für abgewiesene HIV-positive Asylbewerber garantiert werden kann, hat die Europäische Aids Treatment Group und Human Rights Watch herausgegeben. Weitere Infos: www.hrw.org/


Eine neue, wirksame HIV-Präventionsmassnahme

Erstmals konnten HIV-Infektionen mit einem Mikrobizid verhindert werden.

Mikrobizide sind Wirkstoffe, welche die Übertragung von Krankheitserregern lokal verhindern. Sie können, im Unterschied zu Kondomen, unabhängig von Zeitpunkt und Ort eines Sexkontakts angewendet werden. Das ist insbesondere in Ländern wichtig, wo Frauen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung Kondomgebrauch nicht durchsetzen können.


Bisherige Mikrobizide gegen HIV funktionierten wie Spermizide, indem sie die Übertragung von HIV in der Art einer chemischen Barriere blockieren sollten. Alle derartigen Versuche blieben aber gegen HIV erfolglos. Nun wird mit Mikrobiziden experimentiert, die antiretrovirale Wirkstoffe enthalten, wie sie auch für die HIV-Therapie zum Einsatz kommen.


In der südafrikanische CAPRISA-Studie hat das erstmals funktioniert. Von 889 Frauen erhielt die eine Hälfte das Gel mit dem antiretrovrialen Wirkstoff Tenofovir, die andere Hälfte enthielt ein Placebo. Die Frauen sollten das Gel innert 12 Std. vor einem Kontakt und 12 Std. danach vaginal anwenden. Insgesamt gab es 98 HIV-Infektionen innert 30 Monaten. Während aber in der Placebo-Gruppe 60 Infektionen stattfanden, waren es in der Tenofovir-Gruppe nur 38. Mit dem Tenofovir-Gel wurde also das Risiko einer HIV-Infektion nicht ganz halbiert.


Bemerkenswert ist, dass das eingesetzte Gel nicht nur gegen HIV wirksam war, sondern, wie vorausgesagt, auch gegen Herpes simplex 2 (HSV-2). Das ist wichtig, weil HSV-2 eine HIV-Infektion stark begünstigt und weil HSV-2 in den Regionen mit hoher HIV-Prävalenz weit verbreitet ist.


Zwar ist die Schutzwirkung begrenzt, dennoch wurde ein wichtiger Schritt getan. Mehr Forschung ist nötig, damit die Wirksamkeit derartiger Mikrobizide bestätigt und ein zulassungsfähiges Produkt entwickelt werden kann.


Blick über die Grenze

Muppet Show goes HIV

Wer kennt sie nicht, Kermit, der Frosch und Miss Piggy, die eitle Schweinedame. Beliebt bei Alt und Jung, bringen die Puppen der Muppetshow so manche Lebensweisheit über den Bildschirm. Diese Anziehungskraft setzen die Macher der Muppetshow jetzt auch für die HIV-Prävention bei Kindern ein. Der Film wurde an der Internationalen Aids-Konferenz in Wien gezeigt. Der lustige Affe Abaka reist mit seinem Meister durch die afrikanische Landschaft und macht Halt in jedem Dorf. Dort stellt er sein Glücksrad auf und stellt vier Fragen zu HIV, bei dem die Dorfbewohner viel Geld gewinnen können. Doch herrje, keiner gewinnt, denn keiner weiss die richtigen Antworten auf die vier Fragen. Jeder hat ein komplett verzerrtes Bild von HIV und seinen Auswirkungen.


Die Figuren sind, wie bei der Muppet Show üblich, mit viel Liebe und zahlreichen Details zu unverkennbaren Charakteren geformt. Liebenswert und humorvoll zeigen sie den Kindern die richtigen Verhaltensweisen gegenüber Menschen mit HIV/Aids und wie sie sich selber vor einer Ansteckung schützen können. Im Anschluss an die Vorführung können die Kinder Fragen stellen. Übrigens: auch Erwachsene sprechen sehr gut auf diese Filme an. Weitere Infos: www.nostrings.org.uk.



Medienkontakt in Wien

Während der Konferenz ist Bettina Maeschli, Mediensprecherin der Aids-Hilfe Schweiz, für Medienschaffende erreichbar unter:
Tel. +41 (0)79 357 60 20.
bettina.maeschli[a]aids.ch

Medieninformationen aktuell und direkt über E-Mail

Zur Registrierung

Highlights von der Konferenz: Montag, 19. Juli 2010

Schweizer Pilotprojekt: Berufliche Eingliederung chronisch Kranker

Am Montag hat die Aids-Hilfe Schweiz zusammen mit weiteren Mitgliedern der Gesundheitsligenkonferenz (GELIKO) ein Pilotprojekt zur beruflichen Eingliederung von chronisch kranken Menschen präsentiert. Denn viele chronisch Kranke in der Schweiz sind bei einem Arbeitsplatzverlust von Langzeitarbeitslosigkeit oder Invalidität betroffen.


70% der HIV-positiven Menschen arbeiten

Fakt ist, dass rund 70% der HIV-positiven Menschen in der Schweiz erwerbstätig sind. Obwohl sie in der Regel voll leistungsfähig sind, erleben 25% davon einen Arbeitsplatzverlust infolge Diskriminierungen, Mobbing oder abstrusen Übertragungsängsten seitens der Arbeitgeber.


Ziel des Projekts der Gesundheitsligenkonferenz ist es, die Menschen bei ihren Bemühungen um berufliche Eingliederung zu unterstützen; Arbeitgebende sollen für die vielschichtigen Probleme von chronisch Kranken und die Unterstützungsmöglichkeiten sensibilisiert werden.


Dazu wurden in drei Pilotregionen (Basel, Bern und Ostschweiz) Fachstellen errichtet, die die Dienstleistungen und Hilfsangebote zur beruflichen Eingliederung bei IV-Stellen und Arbeitgebenden bekannt machen sowie Betroffene und Sozialarbeiter/innen beraten.


Erste Ergebnisse werden Mitte 2011 ausgewertet. Dann wird auch über das weitere Vorgehen entschieden.


Weitere Infos zum Projekt .



Die Notwendigkeit einer Workplace Policy: HIV-positive Menschen werden am Arbeitsplatz diskriminiert

Menschen mit HIV werden in vielen Bereichen diskriminiert, insbesondere auch am Arbeitsplatz. Wenn sie offen zu ihrer HIV-Infektion stehen, laufen sie Gefahr, nicht befördert oder von Arbeitskolleginnen und –kollegen gemieden zu werden. Oder sie riskieren, die Stelle nicht zu erhalten, wenn sie ihren Serostatus beim Anstellungsgespräch offenlegen. Aus diesen Gründen brauchen Firmen und Organisationen eine Workplace Policy, die für den Umgang mit HIV-positiven Menschen im Berufsleben sensibilisiert.


Umsetzung der Workplace Policy: Herausforderung in der Praxis


Ein Workshop heute an der Konferenz widmete sich diesem Thema. Wie kann eine Workplace Policy am besten eingeführt und vor allem auch umgesetzt zu werden? Die Teilnehmenden waren sich einig. Die Einführung allein reicht nicht. Die Workplace Policy muss im Betrieb verankert und gelebt werden.

Hierzu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der Idealfall ist, wenn die Notwendigkeit einer Workplace Policy nicht nur von aussen an einen Betrieb herangetragen wird, sondern von HIV-positiven Arbeitnehmenden innerhalb der Organisation initiiert und mitgetragen wird. Denn das häufige Argument der Arbeitgebenden, sie hätten kein Problem mit HIV am Arbeitsplatz, sticht nicht, wenn eigene Mitarbeitende das Gegenteil sagen.


Die Aids-Hilfe Schweiz unterstützt Arbeitgebende bei der Einführung einer Workplace Policy und hat ein Modell erarbeitet. Dieses steht zum Download bereit unter www.workpositive.ch.



Das System ändern auf dem Rechtsweg

In einer Session wurden heute Best Practices aus der ganzen Welt vorgestellt. Hier zwei Beispiele, wie auf dem Rechtsweg Veränderungen möglich sind:


Zwangstest in Sambia

Die Möglichkeiten, in Sambia eine Arbeit zu finden, sind für junge Männer nicht gerade zahlreich. Viele entscheiden sich für die Armee, sichert diese ihnen doch eine regelmässiges Auskommen, ein Zuhause und eine familienähnliche Struktur in einem. Dass gerade ein staatliches „Unternehmen“ wie eine Armee die Zwangstestung durchführt, ist unter diesen Umständen mehr als störend. Aus diesem Grund haben örtliche NGOs eine Klage den Staat geführt und diese gewonnen. Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass die Zwangstestung als solche menschenrechtsverletzend und diskriminierend ist und damit verhindert, dass junge Männer ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können. Dies ein hoffnungsvolles Beispiel, wie sich ein Gericht, auch wenn der Beklagte der Staat ist, auf die Seite von einer stark stigmatisierten Minderheit stellt.


Chinas Anwälte teilen ihr Wissen

Die Provinz Yunnan, im goldenen Dreieck gelegen, hat die höchste HIV-Rate in ganz China. Dadurch werden auch die Diskriminierungen immer offensichtlicher und brauchen anwaltschaftliches Handeln. Bis heute kümmerte sich eine einzig Anwaltskanzlei um die Anliegen der rund 80‘000 HIV-positiven Männer und Frauen. Dass diese Kanzlei heillos überlastet ist, versteht sich von selbst. Nun beschreitet sie neue Wege und bildet via Wissenstransfer Kollegen und Kolleginnen sowie befreundete Anwaltskanzleien aus. Dieses Projekt wird von der örtlichen Universität begleitet und hoffentlich an der Internationalen Aids-Konferenz in zwei Jahren als eines der Erfolgsprojekte vorgestellt.



Tax and treat

Robin Hood lebt, zurzeit grad in Wien. Diesen Eindruck bekam, wer der Rede von Bill Gates am momentan stattfindenden Internationalen Aids-Kongress in Wien folgen wollte. Grün gewandte Mannen stürmten die Bühne, riefen lautstark „tax and treat, no retreat“ (besteuern und behandeln – keinen Rückzieher) und verlangten, dass die Kapitalgewinne der Finanzinstitute besteuert werden sollen und diese Steuererträge in die weltweite Behandlung von HIV-positiven Menschen investiert werden sollen.


Bill Gates nahm das Ganze mit Humor und wies zu allererst darauf hin, dass in den letzten sechs Jahren bereits grosse Fortschritte erzielt wurden: Waren im Jahr 2004 erst rund 500‘000 Menschen in Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten, so sind es heute immerhin 5,2 Millionen. Jedoch gab er zu, dass dies natürlich im Vergleich zu den rund 34 Millionen infizierter Menschen noch lange nicht genug ist und versicherte, dass die Bill und Melinda Gates Foundation sicher noch 10 Jahre lang in die Bekämpfung von HIV und Aids investieren will.



Ein Blick über die Grenze

Kondom – (k)ein alltägliches Wort

In Indien, der Heimat des Kamasutras, spricht man nicht über Sex. Nie. Und „Kondom“ ist ein böses Wort, ein Schimpfwort eigentlich. Nur: Wie soll man mit einem Partner oder einer Partnerin über den Schutz vor HIV, sexuell übertragbaren Krankheiten oder Schwangerschaften reden, wenn man “das Wort“ nicht brauchen darf? Dies war die grosse Herausforderung, die sich den Machern der Kondom-Kampagne in Indien stellte. Wie sie die Aufgabe lösten, und zwar bravurös, zeigten sie am Internationalen Aids-Kongress in Wien. Das Wort Kondom wird  in die unmöglichsten Zusammenhänge gestellt. So peitscht sich ein Sportler mit der ständigen Wiederholung des Wortes zu Höchstleistungen an, unterstützt von seinem ganzen Team – selbstverständlich gewinnt er. Und die alte Tante nennt ihren niedlichen kleinen Welpen „Condom“.


In einem zweiten Schritt stellte die Kampagne einen Klingenton zur Verfügung, der innert kürzester Zeit Kultstatus erreichte. Seither sind die Kondomverkäufe in Indien um 15 % gestiegen. Näheres zur Kampagne und Download des Klingeltons: www.condomcondom.org


TV- Berichte zur Konferenz

Life-Ball zum Auftakt der Aids-Konferenz

In Wien fand der schrille Life-Ball statt und eröffnete damit die Welt-Aids-Konferenz. 




Tagesschau vom 18.07.2010

Tagesschau vom 18.07.2010


Aids-Prävention bleibt in der Schweiz aktuell

In der Schweiz infizieren sich zwei Personen pro Tag mit dem HI-Virus. Die geeignete Prävention ist das wichtigste Thema zur Eindämmung der Krankheit.




Tagesschau vom 18.07.2010

Tagesschau vom 18.07.2010





Tagesschau vom 18.07.2010



Medienkontakt in Wien

Während der Konferenz ist Bettina Maeschli, Mediensprecherin der Aids-Hilfe Schweiz, für Medienschaffende erreichbar unter:
Tel. +41 (0)79 357 60 20.
bettina.maeschli[a]aids.ch

Medieninformationen aktuell und direkt über E-Mail

Zur Registrierung

18. Internationale Aids-Konferenz, 18. - 23. Juli 2010 Wien

Eine Delegation von Fachleuten der Aids-Hilfe Schweiz ist in Wien dabei

Eine Delegation von Fachleuten der Aids-Hilfe Schweiz nimmt an der 13. Welt-Aids-Konferenz in Wien teil. Die Teilnehmenden werden eigene Fachbeiträge präsentieren und sich über die neuesten Entwicklungen in Prävention, Therapie und Anti-Diskriminierung informieren.

News zu HIV/Aids – immer aktuell

Lesen Sie unsere News direkt vom Kongress: neue Forschungsergebnisse, relevante Entwicklungen für die Schweiz, innovative Projektideen: Wir berichten für Sie von der Welt-Aids-Konferenz - der Grossveranstaltung zu HIV/Aids, die alle zwei Jahre stattfindet. Ein Newsletter informiert über Aktuelles direkt von der Konferenz. Abonnieren Sie jetzt unseren RSS-Feed oder registrieren Sie sich hier.

Konferenz-Beiträge der Aids-Hilfe Schweiz

Die Aids-Hilfe Schweiz ist mit folgenden Beiträgen vertreten

  • “Monitoring and reporting discrimination: a cooperation between non-governmental and governmental bodies”. Dr. Caroline Suter, Dominik Bachmann
  • “Vocational Rehabilitation Pilot Program - An example of cross-sector cooperation among patient organizations (BECK-Projekt)”. Dr. Caroline Suter, Dominik Bachmann
  • “www.workpositive.ch – an information portal on HIV at work”. Dr. Rita Bossart
  • “Legal Workshop "Using the Law to secure our rights" - presenting a case from Switzerland (AAE)”, Dr. Caroline Suter
  • “GAYBOX“. Tobias Gläser, Marco Müller, Daniel Diriwächter, Daniel Bruttin



Menschenrechtsmarsch


Menschenrechtsmarsch

Dienstag, 20. Juli 2010
Treffpunkt 18:30 Uhr, Schottentor/Universität

Es geht um Menschenrechte: Geh’ mit!
Unterstützen Sie den Menschenrechtsmarsch!
Möglichkeiten der aktiven Mitwirkung für Organisationen

Am 20. Juli 2010 findet der Menschenrechtsmarsch im Rahmen der Internationalen AIDS Konferenz.

Ausführliche Informationen PDF 2MB