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Informationen zur Epidemie

Menschen, die mit HIV/Aids leben

Weltweit lebten Ende 2007 ca. 33 Millionen Menschen mit HIV/Aids, 30.8 Millionen davon Erwachsene und 2.5 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Von den erwachsenen Personen waren 15.4 Millionen Frauen und 15.4 Millionen Männer .

Von den HIV-Infizierten lebten:




Anteil
 HIV-Infizierter an der Gesamt-
bevölkerung (15 - 49 J.) des Gebietes
- in Afrika südlich der Sahara 22'500'000
5%
- in der Karibik 230'000
1%
- in Süd- und Südostasien 4'000'000
0.3%
- in Nordamerika 1'300'000
0.6%
- in Lateinamerika 1'600'000
0.5%
- in Osteuropa und Zentralasien 1'600'000
0.9%
- in West- und Mittel Europa 760'000
0.3%
- in Nordafrika und im Mittleren Osten 380'000
0.3%

In der Schweiz leben schätzungsweise 25 000 Menschen mit HIV/Aids.
 

Neuinfektionen mit HIV

2,5 Millionen Menschen infizierten sich weltweit im Jahr 2007 neu mit dem HI-Virus, d.h. mehr als circa 6'800. Davon waren 2,1 Millionen Erwachsene und 420'000 Kinder unter 15 Jahren.

In der Schweiz wurden 1991 am meisten Menschen neu positiv auf HIV getestet, nämlich 2144 (oder fast 6 täglich).* Bis ins Jahr 2000 war dann die Zahl neu diagnostizierter HIV-Infektionen rückläufig, was als Effekt der Prävention gewertet wird. Sie betrug im Jahr 2000 noch 585. Im Jahr 2001 lag die Zahl positiver
HIV-Testresultate aber wieder höher, nämlich bei 633 (oder fast 2 täglich), was einer Zunahme von 8,2% entspricht. Nach einem weiteren Anstieg um rund 25% im Jahr 2002 stabilisierte sich die Zahl seither bei circa 750. Die Ursache für diesen Anstieg ist nicht klar; möglicherweise spielt eine gewisse Präventionsmüdigkeit eine Rolle.

* Das Jahr, in dem die Diagnose gestellt wird bzw. der Test positiv ausfällt, braucht sich allerdings nicht mit dem Jahr der Infektion zudecken.

Die neu diagnostizierten Infektionen 2008 in der Schweiz verteilten sich auf folgende Infektionswege:

Heterosexuellen Geschlechtsverkehr 45%
Homosexuellen Geschlechtsverkehr 43%
Drogen spritzen 4%
Nicht klassifiziert 8%



In Europa und den USA breitete sich HIV am Anfang der Epidemie vor allem bei homo- und bisexuellen Männern aus sowie bei Drogengebrauchenden und bei Blutern. Unterdessen beruhen ca 45% aller Ansteckungen in der Schweiz auf hetrosexuellen Kontakten

In Afrika südlich der Sahara ist seit Beginn der Epidemie der heterosexuelle Übertragungsweg mit Abstand der häufigste; daneben spielt aber auch die Mutter-Kind-Übertragung und die Benutzung unsauberer Spritzen im medizinischen Bereich eine Rolle; in Osteuropa, vor allem in Russland, verbreitet sich HIV heute sehr stark unter Drogengebrauchenden.


 

Todesursache: Aids

HIV/Aids ist die häufigste Todesursache der 15- bis 59-Jährigen weltweit. Insgesamt sind bisher mehr als
20 Millionen Menschen an der HIV-Infektion verstorben, allein 2,1 Millionen im Jahr 2007.

In der Schweiz sterben dank verbesserter Behandlungsmöglichkeiten immer weniger Menschen an
Aids. Waren 1994 noch 686 Todesfälle zu beklagen, so sank die Zahl seither stetig und betrug seit 2001 ca.100 pro Jahr. Insgesamt sind in der Schweiz bis Ende 2008 5782 Menschen an HIV/Aids verstorben.*

*Alle Zahlen zur weltweiten Epidemie: UNAIDS www.unaids.org; für die Schweiz: Bundesamt für Gesundheit (BAG) www.bag.admin.ch





last update: September 2009