Informationen zur Epidemie
Menschen, die mit HIV/Aids leben
Weltweit lebten Ende 2008 ca. 33 Millionen Menschen mit HIV/Aids, davon 2.6 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Von den erwachsenen Personen waren 15.4 Millionen Frauen und 15.4 Millionen Männer .Von den HIV-Infizierten lebten:
| Anteil HIV-Infizierter an der Gesamt- bevölkerung (15 - 49 J.) des Gebietes |
|||
| - in Afrika südlich der Sahara | 22'000'000 | 5% | |
| - in der Karibik | 230'000 | 1.1% | |
| - in Süd- und Südostasien | 4'200'000 | 0.3% | |
| - in Nordamerika | 1'200'000 | 0.6% | |
| - in Lateinamerika | 1'700'000 | 0.5% | |
| - in Osteuropa und Zentralasien | 1'500'000 | 0.8% | |
| - in West- und Mittel Europa | 730'000 | 0.3% | |
| - in Nordafrika und im Mittleren Osten | 380'000 | 0.3% |
In der Schweiz leben schätzungsweise 25 000 Menschen mit HIV/Aids.
Neuinfektionen mit HIV
2,7 Millionen Menschen infizierten sich weltweit im Jahr 2008 neu mit dem HI-Virus.Im Jahr 2002 stieg die Zahl der positiven HIV-Tests um 25%, nachdem sie seit 1992 abgenommen hatte. Davon betroffen waren in erster Linie Männer mit homosexuellen Kontakten (MSM) sowie Personen mit heterosexuellem Ansteckungsweg (bei letzteren 42% MigrantInnen aus Hochprävalenzländern).
Bis 2008 war die Gesamtzahl relativ stabil. Dahinter verbarg sich ein starker Anstieg bei den MSM, der durch die Zahl in den übrigen Gruppen kompensiert wurde. Im Jahr 2009 war eine Trendumkehr bei den MSM zu beobachten, wodurch auch die Gesamtzahl wieder deutlich abnahm (IDU=Drogen injizierende Personen). (Quelle: BAG)
Die neu diagnostizierten Infektionen 2008 in der Schweiz verteilten sich auf folgende Infektionswege:
| Heterosexuellen Geschlechtsverkehr | 48% |
| Homosexuellen Geschlechtsverkehr | 45% |
| Drogen spritzen | 5% |
In Europa und den USA breitete sich HIV am Anfang der Epidemie vor allem bei homo- und bisexuellen Männern aus sowie bei Drogengebrauchenden und bei Blutern. Unterdessen beruhen ca 45% aller Ansteckungen in der Schweiz auf hetrosexuellen Kontakten
In Afrika südlich der Sahara ist seit Beginn der Epidemie der heterosexuelle Übertragungsweg mit Abstand der häufigste; daneben spielt aber auch die Mutter-Kind-Übertragung und die Benutzung unsauberer Spritzen im medizinischen Bereich eine Rolle; in Osteuropa, vor allem in Russland, verbreitet sich HIV heute sehr stark unter Drogengebrauchenden.
In Afrika südlich der Sahara ist seit Beginn der Epidemie der heterosexuelle Übertragungsweg mit Abstand der häufigste; daneben spielt aber auch die Mutter-Kind-Übertragung und die Benutzung unsauberer Spritzen im medizinischen Bereich eine Rolle; in Osteuropa, vor allem in Russland, verbreitet sich HIV heute sehr stark unter Drogengebrauchenden.
Todesursache: Aids
HIV/Aids ist die häufigste Todesursache der 15- bis 59-Jährigen weltweit. Insgesamt sind bisher mehr als 20 Millionen Menschen an der HIV-Infektion verstorben, allein 2 Millionen im Jahr 2008.In der Schweiz sterben dank verbesserter Behandlungsmöglichkeiten immer weniger Menschen an
Aids. Waren 1994 noch 686 Todesfälle zu beklagen, so sank die Zahl seither stetig und betrug seit 2001 ca.100 pro Jahr. Insgesamt sind in der Schweiz bis Ende 2009 5815 Menschen an HIV/Aids verstorben.*
*Alle Zahlen zur weltweiten Epidemie: UNAIDS www.unaids.org; für die Schweiz: Bundesamt für Gesundheit (BAG) www.bag.admin.ch

